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Meine Malerei...

...setzt sich vor allem mit der menschlichen Gestalt auseinander. Das Umfeld in dem sich meine Figuren bewegen, sehe ich als Spiegelbild ihrer seelischen Zustände. Eine räumliche Atmosphäre wird so zum Mittel, wodurch psychische Prozesse zum Ausdruck kommen. Ein Ort soll sich dem Rezipienten eröffnen, wo vieles möglich scheint, aber nicht alles gezeigt wird. Vieles liegt im Verborgenen und ist doch präsent.
Meine hell-dunkel Malweise versucht ein Licht einzufangen, das einen starken Schlagschatten wirft. Der dadurch entstehende Kontrast bildet das Spannungsfeld. Die dazwischenliegenden Farbnuancen ergeben einen Übergang, die einem Farbsystem unterworfen sind, welches ich mir durch eine intensive Auseinandersetzung, auf theoretischer sowie beobachtender Ebene, erworben habe.
Wie ein Regisseur versuche ich den Augenweg des Betrachters zu steuern und lenke ihn mit meiner Komposition auf den wesentlichen Bereich.
Oft ist es der Ausdruck eines Menschen, der zum Zentrum wird. Dieser hat nicht selten den Blick direkt zum Betrachter gerichtet. Ein gegenseitiger Austausch scheint sich dadurch zu entwickeln.
Verschiedene Begebenheiten tragen zur melancholischen Stimmung, die sich in zahlreichen Bildern wieder findet , bei:
Meine Hände halten die Frucht einer überdimensionalen Amaryllis, ein toter Vogel liegt im letzten Zug, eine heimliche Menschenversammlung wird gestört, oder aber die Tätigkeit des Malens an sich gestaltet das Bildthema. Es kann auch vorkommen, dass die Natur eine bedeutende Rolle spielt. Nicht zuletzt ist sie für mich das Sinnbild der verlorenen Geborgenheit.
Ich verstehe meine Malerei als die Möglichkeit, eine Welt zu erzeugen, die nicht Abbild einer scheinbaren Wirklichkeit ist, sondern eine neue Realität erzeugt. Dass ich mit diesem Anspruch das Unsagbare artikulieren möchte, wo der Zufall Erkenntnis bedeutet, das schöpferische Denken zu einer Katharsis führen kann, ist mir ein Anliegen.